Dienstag, 5. Oktober 2010

Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit

Wünschen wir uns mehr Urbanität für unseren Lebensraum? Oder doch mehr Natur? Wie könnte eine ausgewogene Mischung namens urbaner Natur aussehen?


Realstadt - Wünsche als Wirklichkeit. Im Kraftwerk Berlin Mitte veranschaulichen ca. 250 Architektur- und Stadtmodelle sowie 65 Projekte in Wort und Bild den zutiefst urbanen Wunsch nach Veränderung und den Energien, die dafür nötig sind.

Das Kraftwerk Berlin Mitte, erbaut im Jahre 1961, bietet mit seinem industriellen Flair, hohen Betonwänden, offen liegende Stahlträger und Turbinengebläse genau die richtige Umgebung, um eine Vielzahl von Architekturmodellen aufzubauen und zu inszenieren.
An diesem Dienstag Vormittag in Berlin fühlt man sich so richtig wohl in der Rolle des urbanen Penners, der seinen Laptop einmal zugeklappt hat, um sich in einem coolen, zweckentfremdeten Industriegebäude, gleich neben dem Tresorclub, über Wünsche, Vorstellungen und Utopien von Stadtentwicklung zu informieren. Denn neben dem eigenen, auch durch sich selbst gentifizierten Kiez, geht es doch um die ganze Stadt, oder zumindest um eine Idee von dieser.

Was zunächst nach einer trockenen Spielzeuglandschaft aus Architekturmodellen aussieht, überrascht bei genauer Betrachtung zunehmends: Utopien von Berlin um das Jahr 2053 à la Metropolis, eine Modelvorstellung des ideal bebauten Ostberlins noch aus DDR-Zeiten, Waldstücke zwischen Wohnsiedlungen, bunte Fantasiegebäude in schrillen Farben....der Besucher wandert durch Städte in der Stadt. In Liegestühlen kann Interviews mit Stadtplanern, Architekten und Kulturvermittlern gelauscht und über deren persönliche Meinung, was Stadt nun überhaupt war, ist und werden soll, nachgedacht werden.

Wie sieht die ideale Stadt aus? Eine Mischung aus grüner Umgebung und urbanem Angebot? Oder fließen die Grenzen ineinander? Urbane Natur oder grüne Urbanität? Denn "grün" meint mehr als Parks und Freiflächen zum Abschalten und Ausspannen, "grün" meint auch den Raum zur Entfaltung eigener Ideen. Geht es um das Äußere - Beton vs. Bäume, oder doch um das Miteinander, die Teilhabe und die Mitgestaltung des eigenen Lebensraums?

"Realstadt zeigt Stadtentwicklung als Projekt vieler Akteurinnen und Akteure. Sie kommen zu Wort - mit alltäglichen Wünschen und mit spektakulären, idealistischen und wirtschaftlich motivierten, mit dem Wunsch nach Schönheit und jenem nach Teilhabe."

Ideen gibts, Antworten aber natürlich nicht, denn die muss, wie immer, jeder für sich selbst finden.

Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit, vom 02.10. - 28.11.2010 im Kraftwerk Mitte in Berlin.












Montag, 27. September 2010

Schwarz+Weiss
Kultur - Wirtschaft - Kreative Allianzen!

Achtung Achtung! Dies ist eine Eigenwerbung, aber eine gute!










Nach einem Jahr harter Arbeit an Businessplänen, Finanzplänen, Marketingkonzepten und vor allem der inhaltlichen Projektgestaltung ist Schwarz+Weiss soweit, das Licht der Öffentlichkeit zu erblicken.

Kurz gesagt: Unter dem Namen Schwarz+Weiss initiieren wir zu fünft AB JETZT Kooperationen zwischen Wirtschaftsunternehmen und Kulturproduzenten in Regionen abseits von Metropolen.

Was?

- Kultur- und Kunstprojekte, die gemeinsam mit den Mitarbeitern des Unternehmens und den Mitarbeitern von Kulturinstitutionen bzw. unabhängigen Kulturproduzenten entwickelt und durchgeführt werden.


Warum?

- Weil sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter auf das Klima der ganzen Firma und auch auf den Kontakt mit den Kunden auswirkt: Kultur- und Kunstprojekten loten die eigenen Grenzen aus, lassen Querdenken und neue Sichtweisen erfahren, stellen Kontakt mit neuen Menschen her, fördern die eigenen Talente in Weiterbildungsmaßnahmen, geben das gute Gefühl, sich für ein tolles Projekt und für die eigene Region zu engagieren und v.a.: bringen eine Menge Spaß!

- Weil die Folgen des demografischen Wandels immer aktueller werden: Fachkräftemangel und die langfristige Bindung von Mitarbeitern an einen Standort sind Probleme, mit denen viele Unternehmen sich auseinandersetzen müssen.

- Nicht nur auf EU-Ebene wird über Gesetze zur Durchsetzung von CSR-Maßnahmen gesprochen. Gesellschaftliche Verantwortung muss nicht immer im sozialen Bereich stattfinden: Corporate Cultural Responsibility stärkt sowohl die öffentliche Sichtweise auf ein Unternehmen als auch die kulturelle Landschaft des eigenen Standorts und der ganzen Region.

- Weil die öffentlichen Gelder für Kulturinstitutionen immer knapper werden und Kooperationemodelle gute Möglichkeiten bieten, neuartige Veranstaltungen zu entwickeln und durchzuführen, eine größere Öffentlichkeit zu erreichen und durch Wissensaustausch neue Kompetenzen zu erlangen.

Wie?



...und sonst so?

Auch theoretisch möchten wir Kooperationsmodelle zwischen Kultur und Wirtschaft diskutieren! Zusammen mit dem Projekt "Dialog:KulturWirtschaft" des nordkollegs Rendsburg wird am 18. und 19. November folgende Veranstaltung stattfinden:

Symposium: "Kulturpolitur - Kultur und Wirtschaft neu denken"

...in Kooperation mit »Dialog: KulturWirtschaft« im nordkolleg Rendsburg.

„Wirtschaft ist Kunst!“
„Kultursponsoring ist tot!“
„Kultur – mit diesem Begriff kann man nicht arbeiten!“

Was haben diese Aussagen mit der Realität zu tun und wer beschäftigt sich damit? Wessen tägliche Arbeit in Kultur und Wirtschaft ist von Innovationen bestimmt?

An zwei Tagen werden Chancen, Möglichkeiten, aber auch Unmöglichkeiten einer Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kultur ausgelotet. Neben Präsentationen und Diskussionen bieten wir eine kommunikative Plattform für Studierende, WissenschaftlerInnen, UnternehmerInnen und KünstlerInnen zur Auseinandersetzung mit neuen Formen der Zusammenarbeit von Kultur, Kunst und Wirtschaft.


Termin: 18./19.11.2010, nordkolleg Rendsburg

...ach ja: und auf facebook und twitter sind wir natürlich auch. Is ja klar.